Informationsfreiheit ist Vertrauensgarant, kein Sicherheitsrisiko

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BfDI veröffentlicht erste bundesweite Repräsentativbefragung zur Informationsfreiheit

„In Zeiten gezielter Desinformation ist Transparenz das wirksamste Gegenmittel. Wer nachvollziehen kann, wie Entscheidungen entstehen, ist weniger empfänglich für Verschwörungserzählungen. Deutschland muss sich als liberale Demokratie entschlossen dem weltweiten Trend zur Intransparenz entgegenstellen – mit klaren Strukturen und erfahrbaren Rechten“, erklärt die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider zur Veröffentlichung der ersten bundesweiten Repräsentativbefragung zur Informationsfreiheit. 

Zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes (IFG) zeigt sich: Die Menschen erwarten einen transparenten Staat – und sehen genau hier erheblichen Handlungsbedarf. 96 Prozent der insgesamt 2 500 Befragten erwarten transparentes Behördenhandeln, 60 Prozent erleben Behörden aber häufig als intransparent. „Deshalb müssen wir die wahrgenommene Intransparenz ernstnehmen, die unsere Befragung sichtbar gemacht hat. Auch wenn Wahrnehmung und Realität nicht deckungsgleich sind“, so Specht-Riemenschneider. Die Befragung wurde im Auftrag des „BfDI-Datenbarometers“ vom Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH durchgeführt. Erstmals vorgestellt wird sie beim 8.Symposium der BfDI zur Informationsfreiheit am 2. und 3. Juni 2026 in Berlin.

In der Praxis hat sich die Informationsfreiheit weitgehend bewährt. Rund jede zehnte befragte Person hat bereits eine IFG-Anfrage gestellt. Von diesen Antragstellenden erhielten 54 Prozent vollständigen Zugang zu den angefragten Informationen, weitere 28 Prozent zumindest teilweise. Nur fünf Prozent berichten von einer Ablehnung.

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