Bund und Land stellen Weichen für neuen Marinehafen in Emden
Das Bundesministerium der Verteidigung hat sich gemeinsam mit dem Land Niedersachsen, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der Stadt Emden grundlegend auf die mögliche Errichtung eines Marinehafen in Emden geeinigt.
Mit dem heute unterzeichneten Letter of Intent (LoI) bekräftigen alle Beteiligten ihre Bereitschaft, gemeinsam die zeitnahe Realisierung des Vorhabens zu unterstützen und dabei eng zusammenzuarbeiten.
Abgeleitet aus der aktuellen Bedrohungslage, den NATO-Verteidigungsplanungen und Fähigkeitszielen sowie nationalen Bedarfen (u.a. Operationsplan Deutschland) wird die Bundeswehr in den Folgejahren erheblich aufwachsen und dabei auch neue Fähigkeiten aufbauen. Davon profitiert auch die Marine, die einen großen Flächen- und Infrastrukturbedarf hat: Zusätzliches Personal bedeutet mehr Ausbildungs- und Unterkunftsgebäude, neue Boote und Schiffe brauchen Liegeplätze und Versorgungsmöglichkeiten.
Außerdem müssen die Fähigkeiten für alle potentiellen Einsatzgebiete gleichermaßen bereitgestellt werden. Der bestehende und einzige Nordsee-Marinehafen Wilhelmshaven wird die zukünftigen Anforderungen an Liegeplätzen, Pierlängen und Unterstützungskapazitäten für den Nordseeraum mit Anschluss an den Atlantik und Hohen Norden allein nicht decken können. Daher muss an der deutschen Nordseeküste ein weiterer Marinehafen errichtet werden.
Die Marine hat verschiedene neue Optionen und diverse bestehende Häfen auf ihr Potential zur zeitgerechten Deckung dieser Forderungen geprüft. Dabei war entscheidend, welche Kriterien für die Marine erfüllt sein müssen, damit sie auch in den kommenden Jahren ihre Aufgaben erfüllen kann, zum Beispiel welche navigatorischen Gegebenheiten vorliegen, welche strategische Lage und welche infrastrukturelle Anbindung. Nach den bisherigen Ergebnissen dieses Prüfprozesses bietet Emden die beste Option für einen weiteren Nordsee-Marinehafen.
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Source: Bundesministerium der Verteidigung.
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