Bundesumweltminister Carsten Schneider zum aktuellen UN-Emissions-GAP-Report 2026
"Jedes weitere Zehntelgrad Erderwärmung verschärft die Folgen für Menschen, Natur und Wirtschaft. Und jedes Jahr, in dem die Erderwärmung zunimmt, macht die Folgen schwerwiegender. Deshalb zählt jede vermiedene Tonne CO₂. Zugleich zeigt der Bericht: Klimaschutz wirkt. Der weltweite Aufschwung der erneuerbaren Energien macht deutlich: wir können die Entwicklung verändern. Jetzt müssen wir die Lösungen schneller ausbauen, die uns schützen und wirtschaftlich voranbringen. Wer auf heimische erneuerbare Energien und Elektrifizierung setzt, verringert zugleich die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten und macht unsere Energieversorgung sicherer.
Für die Weltklimakonferenz in Antalya ist das ein klarer Auftrag: Aus Zusagen müssen schnellere Emissionssenkungen werden. Wir setzen uns dafür ein, die Elektrifizierung der Weltwirtschaft mit erneuerbarem Strom voranzubringen. Die COP31 muss sich daran messen lassen: ob sie die Lücke zwischen Versprechen und Handeln verkleinert. Deutschland hat mit seinem Fahrplan zur schrittweisen Abkehr von fossilen Energien ein klares Signal gesetzt ."
Hintergrundinformation zum Emissions-GAP-Report 2026
Der "Emissions Gap Report 2026: The Point of Return" des UNEP kommt zu dem Schluss, dass die globale Erwärmung derzeit nicht auf unter 1,5 Grad begrenzt werden kann. Die Aufgabe besteht nun darin, die Dauer und das Ausmaß der Überschreitung zu minimieren und bis zum Ende des Jahrhunderts wieder auf 1,5 Grad Celsius zurückzukehren.
Der Bericht untersucht ein Szenario mit einer "möglichst geringen" Überschreitung der 1,5-Grad-Celsius-Grenze, bei dem der Höchstwert der Erwärmung auf 1,7 bis 1,8 Grad Celsius begrenzt ist. Um diesen Kurs einzuschlagen, müssten die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 18 Prozent, bis 2035 um 45 Prozent und bis 2040 um 69 Prozent gegenüber dem Niveau von 2025 gesenkt werden. Um wieder auf 1,5 Grad Celsius oder darunter zu kommen, wird eine groß angelegte Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre erforderlich sein.
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Source: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
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